EINWANDFREI Checkliste (Boden)

Als Bauherr muss man sich mit vielen Entscheidungen auseinandersetzen. Wir möchten Ihnen eine Checkliste als Hilfestellung an die Hand geben, damit Sie in Bezug auf fugenlose Böden keine Bauchlandung erleiden!

Zu allererst gibt es grundlegend zwei Arten einen Boden fugenlos zu beschichten, die dann auch final eine andere Optik haben:

  1. gießen
  2. spachteln.

Es gibt viele Namen für einen solchen Boden wie z.B. Murface Industrial, Beton Ciré, Savamea, Pandomo, Carameo, Top Ciment, Hard Rock, Mikrozement, Industrieboden, Sichtestrich, Boden in Betonoptik und viele mehr.

Doch worauf kommt es am Ende an und wie kann man als Bauherr heraus­ finden, welches Produkt und welcher Verarbeiter zu einem passen? Das ist sicherlich nicht in einem Satz gesagt, doch es gibt viele Anhaltspunkte, auf die Bauherrn achten können!

Wichtig ist zu wissen, dass es folgende Materialkombinationen gibt, die Rückschlüsse auf die Qualität und Langlebigkeit der Böden geben.

  • Pulver mit Wasser gemischt – diese Produkte haben aus unserer Sicht die geringste Stabilität und neigen dazu recht schnell zu verschmutzen, vor allem wenn die Versiegelung beschädigt ist. An diesen Stellen dringt dann z.B. Putzwasser ein und damit auch der Schmutz. Das Wasser geht zwar wieder raus und der Schmutz bleibt im Boden und bildet Flecken.
  • Material, welches fix und fertig im Eimer ist oder mit einer sogenannten Resine Milch gemischt wird. Die Resine Milch ist ein Acrylat und somit sehr weich, wenn es ausgehärtet ist. Werden hier schwere Gegenstände über den Boden geschoben sieht man das recht schnell, weil der Boden einen hohen Kunststoffanteil hat und durch den Druck der Boden quasi zusammengedrückt wird. Diese Spuren lassen sich nicht mehr beseitigen. Ebenso sind diese Produkte auch oft nicht wasserfest und neigen dazu Schmutzflecken zu bekommen, wenn die Versiegelung beschädigt ist.
  • Materialien, welche mit einem Harz angemacht werden. Das sind aus unserer Sicht die robus­testen Böden und durch den Anteil an Harz auch wasserfest. So ist der Boden druckfest und Möbel­ rücken hinterlässt keine Spuren. Selbst wenn der Boden beschädigt ist, weil etwas Schweres drauf gefallen ist, ist immer noch alles in Ordnung. Da die Fläche wasserfest ist, gibt es beim Wischen und Putzen keine Verschmutzungen. Natürlich sollten Beschädigungen immer ausgebessert werden.

Weitere wichtige Hinweise sind folgende

  • Kleingedrucktes oder AGB: Achten Sie im Kleingedruckten der Angebote oder in der Produkt­-Beschreibung darauf, ob Texte da stehen wie z.B. Risse können entstehen und stellen keinen Mangel an der Arbeit da — das bedeutet im Fall von Risse sind Sie der „Dumme“ und ärgern sich! Gegen Risse helfen nur spezielle Systeme.
  • Beschädigungen: Fragen Sie den Verarbeiter, was passiert, wenn der Boden mal eine Beschädigung bekommt. Denn das passiert auf jeden Fall, wenn z.B. mal etwas runterfällt. Wichtig ist zu wissen, dass die meisten Böden mit einem Lack an der Oberfläche geschützt oder versiegelt sind. Doch die meisten Produkte sind, wenn dieser Lack einmal beschädigt ist, ungeschützt und so dringt Schmutz an diesen Stellen ein ­ z.B. beim Putzen (Putzwasser) oder Flüssigkeiten, wenn mal etwas umfällt. Sowas hinterlässt dann Flecken im Boden, die Sie nicht mehr rausbekommen und der Boden sieht dann schnell unansehnlich aus. Die einzige Möglichkeit das zu vermeiden ist, ein Produkt zu ver­wenden, welches wasserfest ist!
  • Ausbesserungen: Wie ist es mit dem Ausbessern? Ist das problemlos möglich? Viele Produkte können nur schwer ausgebessert werden und so bleibt ein Schaden oft sichtbar. Hier sollten Sie immer den Verarbeiter nach den Möglichkeiten einer Ausbesserung fragen. Wenn die Antwort un­verbindlich ist, oder nein lautet ­ dann Achtung bei diesem Produkt!
  • Referenzen: Immer Referenzflächen anschauen, die schon einige Monate alt sind! Hier haben Sie 1. die Möglichkeit einen Boden anzuschauen, der schon in Gebrauch ist und 2. mit den Kunden zu reden, wie seine Erfahrungen mit dem Boden und dem Verarbeiter sind!
  • Robust: Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, wie robust der Boden ist, empfehlen wir einen Kratztest zu machen. Dazu nimmt man ein Geldstück z.B. ein 20 Cent Stück und kratzt mit richtig viel Druck hin und her auf den Flächen. Diese Belastung entsteht in etwa, wenn man einen Stein unter dem Schuh hat ­ und das kann immer mal passieren, wenn man von draußen rein kommt. Sollte das Muster dann beschädigt sein, Kratzer haben, die entweder im Lack oder noch schlimmer durch die Versiegelung (Lack) in den Boden selber gehen oder der Anbieter etwas ge­ gen diesen Test hat, sollte man sich Gedanken machen, ob dieser Boden für einen in Frage kommt.
  • Protokolle: Sollte eine neue Fußbodenheizung vorhanden sein, muss jeder Verarbeiter nach einem sogenannten Aufheizprotokoll fragen. Dieses Protokoll wird in der Regel vom Installateur, welcher die Bodenheizung eingebaut hat, angefertigt. Das Aufheizprotokoll ist ­ einfach erklärt ­ ein Dokument, das aussagt, dass die Heizung ok ist und gehört zu den Vorschriften, welche eingehalten werden müssen, wenn ein Boden beschichtet wird. Hier steht der Verarbeiter bei einem Schaden am Boden allerdings voll in der Verantwortung, doch erstmal haben Sie Ärger damit.
  • Rutschfestigkeit: Die sogenannte Rutschfestigkeitsklasse ist wichtig. Diese Klassen sagen etwas über die Rutschfestigkeit aus, wenn der Boden nass ist, z.B. wenn man mit nassen Schuhen von draußen rein kommt. Die Bezeichnung ist R und eine Ziffer. R12 ist die Rutschfestigkeit, die für öffentlichen Bereiche vorgegeben ist und hat somit eine hohe Rutschfestigkeit. Je geringer die Zahl wird, desto rutschiger ist der Boden.
  • Estricharbeiten: Wenn ein neuer Estrich geplant ist, sollte der Estrichverleger darauf hingewiesen werden, dass er die Innenecken auch in 90 Grad ausbildet. Leider sind diese Innenecken oft “rund” und das bedeutet unnötige Vorarbeiten für einen fugenlosen Boden.
  • Bewegungsfugen/Dehnungsfugen: Dies sind Trennungen im Untergrund/Estrich und dürfen nicht kraftschlüssig verbunden werden. Bei fugenlosen Böden müssen diese Fugen aus technischen Grün­ den übernommen werden. Es gibt ein paar Möglichkeiten, diese so unauffällig wie möglich
    zu gestalten.
  • Aufbauhöhen: Unterschiedliche Aufbauhöhen – das bedeutet, wenn auf einer Etage zum Beispiel fugenlose Böden mit Parket oder Fliese kombiniert werden sollen. Die fugenlosen Böden sind meis­tens im Aufbau nur im mm Bereich, wo hingegen die meisten anderen Beläge oft 10 mm und mehr haben. Hier kann eine Ausgleichschicht eingebracht werden, um „Stufen“ in den unterschiedlichen Belägen zu vermeiden.
  • Untergründe: Auf welche Untergründe kann ein fugenloser Boden aufgetragen werden? Grundsätz­lich auf allen festen, tragfähigen und intakten Untergründen – Estrich und Fliesen. Auch auf Trocken­estrich ist eine Verarbeitung mit einer entsprechenden Vorarbeit möglich. Teppich, Linoleum und Holz eignen sich dahingegen nicht.

Diese Angaben sollen helfen, Rückschlüsse auf die Qualität und Lang­lebigkeit des fugenlosen Badezimmers für Ihr Zuhause geben und sind aus unserer Sicht wichtige Hinweise.

Wenn Sie Unterstützung bei Ihrem Bauvorhaben mit fugenlosen Böden benötigen, melden Sie sich gerne bei uns.

Aus jahrelanger Erfahrung können wir auf viel Wissen zurückgreifen und haben Zugriff auf einem – aus unserer Sicht – besten Material (Murface industrial), dass es aktuell auf dem Markt gibt.